don't speak

life

herz, halt's maul!

welch grandioser satz, was für ein perfekter appell und welch verwegener, perverser wunsch!
einmal wirklich und ganz in echt so neutral zu sein, wie manch einer sich gibt. ein einziges mal, einen moment lang vollkommene gleichgültigkeit an den tag legen können und alles was sich da in einem zusammenbrodelt einfach hinter einer wand aus klirrendem eis verstecken zu können. bei gott, was würde ich dafür geben das zu können! manchmal hab ich das gefühl meine emotionale ader ist genau der genetische erbteil den ich nie von meiner familie haben wollte.
still sein, wenn man schreien will.
stehen bleiben, wenn man einfach nur wegrennen will.
taub sein, wenn man hören sollte.
(überhaupt, dieses ganze sollen und wollen geht mir im moment übelst aufn sack, ma sagn!)
außerdem will ich nicht immer der advocatus diaboli sein. das schlägt einem ja doch irgendwann aufs gemüt und macht den hübschen himmel da draußen eher grau als blau.
ich bin heute gegen abend durch die straßen gespackt und hab mich n paar mal gefragt was die menschen die da an mir vorübergehen so fürn leben haben. ob die überhaupt eins haben. ob der prinz eins hat. und wenn ja, wie glücklich die menschen so damit sind. und eigentlich ist mir das alles im moment vollkommen scheißegal, weil ich im endeffekt nur drauf warte dass mein beschissenes mobiles kommunikationsgerät bimmelt und mich mit einem neutralen fuck off piepen darüber informiert dass der mann der stunde doch noch nicht schläft. HERRGOTT NOCHMAL, IST DAS SO SCHWER?????

ich will jetzt auf irgendeine abgefreakte ebm elektropop party gehen und mich da mit whiskey cola wegklatschen und zu emilie autumn vollkommen surreal abspasten. oder auf einem tierisch lauten rock'n'roll konzert mit bierstinkenden männern headbangen. oder zu ravels bolero einen unglaublich kitschigen und abgeschmackten, herz zerreißenden pas de deux hinlegen. oder mich mit einem vedischen yogi über die relativität der ewigkeit im bezug auf liebe streiten. und mich mit grünem tee ins nirvana scheppern.
aber anstatt dessen sitze ich hier, schreibe mir das alles aus meinem kranken köpfchen, verbrenne mir die finger an meiner kippe und frage mich wann das mit dem einschlaftee endlich wirkt. das ist doch absurd mit dieser schlafstörungssache, das macht doch keinen spaß.


kleiner lyrischer erguß:

wolfsaugen
die mich zerfetzen
meinen körper zittern lassen
kalt und heiß und warm
raubtierkrallen, katzentatzen
die mich streicheln, schlagen, reißen
mein kaltes blut wird feuer
mein fleisch verbrennt zu asche
atme mich ein

benutz mich
halbgott meiner nacht
sei mein pan
lass mich zu rauch werden
das salz deiner haut
dein seufzen
deine hände
dein mund
all das macht mich
willenlos und frei
04.05.2010

"...und wo du stirbst
da sterb ich auch
da will auch ich
begraben werden."

ich schaue nochmal auf mein telefon, bin frustriert und hab leise angst, esse jetzt noch frustmäßig schokolade mit marzipan und schlafe dann ein zu einer kakophonie von dokumentationen auf N24 und dem schnurren meiner katze.
einen wunderschönen gruß an all die nachtschwärmer, mondliebhaber und sternenkinder.
я люблю тебя
5.5.10 00:04


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sterben

lass mich schlafen
lass mich nie mehr wach werden
weck mich nicht mehr auf
bitte, lass es still sein

lass es dumpf sein
taub
lautlos, erschlafft, kalt
hör auf
bitte, gib mich auf
gib mich frei
mach mich leer
mach es leblos
gefühllos

so leicht
so einfach
rote tränen
weiße narben
was bin ich geworden
was hast du mich werden lassen?

lass mich schlafen
im traum sterben
kein blau mehr
keine sonne, sterne, monde
nichts mehr
leere

lass mich fallen
07.04.2010
7.4.10 21:03


head in clouds

krankenhausparty. ich freu mich jetzt schon auf diesen penetrant peniblen mega abstinenten ekelgeruch aus desinfektionsmittel und diesem krankenhausputzmittelzeug.
ausserdem werden da immer wieder nette erinnerungen wach. aber naja. that's life, is kein ponyhof, wir sind hier nich bei wünsch dir was und der drops is halt einfach mal gelutscht. ich bin garnich da. irgendwie häng ich einfach rum und check das mit der zeitumstellung noch nich. is mir alles zu hektisch gewesen heute. und meine ohren dröhnen immernoch von diesem permanenten überdezibelisierten rumgelaber der mutter meines herzallerliebsten. will schmusen jetzt. und rumhängen und wein trinken und chillen.
einfach so.
gute nacht.
MEMO an mich selbst: DER PHILIPP HAT MORGEN GEBURTSTAG!!!!
28.3.10 23:17


amazing grace

I'm the one living within your dreams
I'm your cruel nightmare
and the best thing on earth you'll ever know...

Ich bin die verdammte Grinsekatze und freu mir einen Keks, Alter! Der pure Wahnsinn springt in meinen Nervenbahnen herum und mein Herz rockt in einem abgefahrenen Stakkatobeat mit meiner Gänsehaut um die Wette! Ich will es rausschreien, ich will es jedem ins Gesicht klatschen und die ganze verdammte Welt mit meinem perfekten Euphorismus in die Luft sprengen, dann sterben wir alle glücklich!
Ich habe Lachkicks wie ich sie das letzte Mal mit vierzehn bei einer richtig fiesen Tüte Grass hatte und mein Lächeln verläuft in Achten um meinen ganzen Kopf herum. Ich tanze durch die Zeit und verliere dabei spielend meine Frustrationstonnen und es bröckelt immer mehr an meiner Angstfassade. Meine Gefühlswelt fährt einen Looping nach dem anderen, ich habe das Gefühl der ganze Tag ist golden und rot und in all meinen Lieblingsfarben aufgeputscht. Ich laufe summend durch die Straßen und jeder den ich anschaue muss lachen ob meiner grausamen Verklanglichung von Dido's Thank you.
Mein Körper ist Wachs und formiert sich Nacht für Nacht neu. Ich bin sein Atem, ich bin sein Herzschlag. Meine Träume werden bewacht und meine verrosteten Gedankenketten werden aufgebrochen und zersprengt.
Wo zur Hölle bist du denn gewesen in all den Jahren????
*lach*
*wein*
Ich bin so scheiß glücklich, so froh,so dankbar, so unglaublich ruhig und aufgekratzt zugleich, so still und laut, ich bin so schrecklich nervenaufreibend und besitzergreifend verliebt!

Nat King Cole RULEZZZZZZ!!!!!
Mein Himmel ist blau...mit kleinen flauschigen Schäfchenwolken.
23.3.10 01:02


an den geehrten mann, der nichtmal...

...seinen namen nennen kann aus angst die herzkönigin könnte damit flamingopolo spielen.

"dahintümpelst"?
soso...ich verbitte mir kommentare über die rechtschreibung an dieser stelle. beobachtest du mich? weißt du wo ich wohne? sprichst du mit mir und wenn ja wie oft? "niemand urteilt schärfer als der unwissende, er kennt weder gründe noch gegengründe". interessante feststellung, nicht wahr, der herr?

meine fiktion ist der ort in dem meine geschichten entstehen. leben die akteure eines romans oder eines stückes im kopf des autoren oder lässt er sie heraus? spiele ich theater oder meine protagonisten? bin ich der hutmacher oder die grinsekatze mit den fäden in meinen krallen? "komm in meinen kopf, ist lustig da!"
wenn wir keine träume mehr haben (und träume sind immer eine fiktion in unserem gehirn) dann sind wir ziellose wanderer auf der suche nach nichts.

überleben? neben mir? nein, natürlich nicht, ich ballere grundsätzlich erstmal mit ner AK47 auf alles und jeden ein der sich in meinem persönlichen dunstkreis aufhält. und dann klatscht noch ne H-Bombe auf die kläglichen Überreste.

pseudogerede? soso...ich hab also keinen filmriss, ich hab gleich ne diashow. in HD, live und mit einem dolbydigital system.

schmutz? "dreck, matsch, pampe....aber ich, ich mag das!" und immer noch mehr davon, mehr, mehr, mehr! mach kaputt, zerstören, wüten, bersten, platzen, rotzen! alles ist der feind, sogar häuser! wir sind die wohlstandsverwahrlosten kinder, die pseudos, die asozialen scheißwichser mit denen ihr als kinder nie spielen durftet. wir haben zuviel geld und zeit. und beschissene traumata! wir kokettieren mit unserem eigenen hass, mit unserer zerstörungswut. wir sind die generation des hasses und der intoleranz!

tolles mädchen? ja das stimmt. zumeist gefall ich mir im spiegel und ich frag ihn ja auch immer ganz artig wer denn die schönste im land sei. er sagt ich, dann muss ich das ja glauben, nicht wahr?

trotz ist die einzige eigenschaft die die jugend am leben hält. oh man, ich hätte niemals, niemals gedacht dass ich das mal schreibe und m wird lachen wenn er es jemals hört oder liest aber es passt so wunderbar in das trotzgefühl eines linksradikalen, asozialen und blaugefärbten jugendlichen pseudopunks: "ich will lieber stehend sterben, als kniend leben"
trotz ist ein großartiges gefühl. solange man kann, solange man noch gegen etwas sein kann - aber das führt jetzt zu weit.

wie nett, das mit der liebe. find ich gut, sagt dir jeder systemiker, und hey, ich glaube ich bin auf einem weg dahin. das muss dich doch freuen, jetzt.

(um das vorweg zu nehmen: ja, das ist alles wieder pseudogelaber, gewürzt mit zitaten, geklaut von anderen. wie erbärmlich, wie mitleidheischend. mein möchtegern humor zwischen den zeilen, mein aufgesetzter zynismus hinter dem ich meine unsicherheit zu verbergen versuche. ja, ich bin schuldig, ich bekenne mich vor gott und allen anwesenden als schuldig. ich bin auch nur meine fassade, meine oberfläche. ich bin auch nur ne scheiß fakerin mit ein bisschen talent die sich gut verkaufen kann.
und ein kleines, naives und dummes mädchen das auf mitleid tut und schmetterlinge sucht. oder doch eine berechnende schlampe die alle nur bescheißt. oder eine diva die das drama liebt. oder eine potenzielle suizidkandidatin oder eine angehende alkoholikerin die ein problem mit ihrem vater hat.
all das ist wahr - all das bin ich und noch mehr. wir alle sind eine multiple persönlichkeitsstörung, wir sind alle soviel mehr als all das hier.)

wer auch immer du bist, woher auch immer du kommst und was auch immer dich gestochen haben mag, all das hier von dir zu geben und in dein keyboard zu tippen: lass mich bitte dumm sterben und sag nicht deinen namen. und ziehe nie wieder eine parallele zu m. es ist nicht dein recht. weder deins noch das irgend eines anderen menschen auf dieser welt und ich bin es leid das zu sagen. es ist vorbei.

und jetzt bitte ich um entschuldigung, aber ich habe eine verabredung mit dem weißen kaninchen und dem verrückten hutmacher, wir wollen meinen nichtgeburtstag feiern und später mit der raupe noch n paar pilze fressen gehen. und ich bin schon viel zu spät.


(das hütchenspiel: "Quid pro Quo. Ich erzähle Ihnen was, Sie erzählen mir etwas. Aber nicht über diesen Fall, über sich selbst. Quid pro Quo, ja oder nein?" und jetzt die preisfrage: welcher film?)
16.3.10 01:51


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