don't speak

sonn(en)tage

ich mag die jahreszeit der toten blätter. das hat sowas kuscheliges an sich, mit dem etwas kühlen wind und der blendenden sonne in der glasklaren luft. schwul, oder?
was ich nicht mag sind sonntag abende. das ist immer irgendwie als hätte man was vergessen. und eigentlich hat keiner zeit oder bock was zu machen, weil die eine hälfte das machen muss was sie die ganze woche über vercheckt haben (hausarbeiten, essays schreiben, bücher lesen blablabla) und die andere hälfte den rausch vom samstag ausschläft. immer diese verdrängungsgeneration. und überall öckeln mich irgendwelche drogenkinder an.

und sogar meine persönliche grinsekatze versteckt sich unterm bett, weil sie keine lust hat, mir in meiner langeweile als beschäftigungstherapie zu dienen.
kleine literaturempfehlung am rande: Nick Hornby mit A Long Way Down. großartiger scheiß. liest sich am besten in einer heißen badewanne mit lavendel-sandelholz-vanille schaumbad mit einem whisky cola und einer anschließenden ganzkörpermassage. und mit schokoladenkeksen oder brownies oder schokokuchen, hauptsache schokolade halt.
ich bin so unkreativ. mir fällt nichts zu schreiben ein, nichts zu spielen auf meiner alice, nichts zu malen.
ich glaub ich mach mir ein schokoladenfondue mit erdbeeren und himbeeren oder so. und dann kuschele ich mit meiner grinsekatze und höre mein hörbuch von Schätzing zuende.
morgen hab ich uni. UNI!!!!!
(letztens hat mich eine schaffnerin gefragt ob sie mal den studentenausweis sehen könne, da hab ich sie angeschissen, woher ich denn sowas bitteschön haben soll und alles. bis mir dann aufgefallen ist, das ich ja jetzt eine studentin bin...total verrückt. so ähnlich ungläubig verwirrt hat sich eine freundin von mir benommen, als sie ihren freund geheiratet hat. ich glaub die hat bis heute schwierigkeiten mit den worten "mein" und "mann" in kombination *lach*)
achso: das mit dem klischee des partylebens eines student ist KEIN klischee. es ist die nackte wahrheit.
NA ZDROWIE!
10.10.10 19:24


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zurück

ich will zurück
ich will wieder
deine droge riechen können
dein lachen auf meiner hand vibrieren fühlen

mit dir kämpfen
lass uns schreien
nicht mehr ich sein
nicht mehr hier sein
ich will zurück
die sanduhr umdrehen
zurückstellen
andersherum

deinen geruch in meiner nase explodieren lassen
hedon heiligen
lukullus dienen
ich will uns
auf dem altar des moments
in blut und schweiß ertränken
und mit dem dolch in deiner seele
will ich uns opfern
das wir opfern

nicht mehr ich sein
ich will du sein

wieder und wieder und immer wieder
zurück vom jetzt ins gestern reisen
einfach deine augen brechen sehen
meinen willen loslassen

fallen
tausendmal und mehr
zurücktreten
mein herz noch tausend mal zerbechen lassen

weil ich weiß
bei dir wars wenigstens einmal ganz....

["wenn ich wüsste ich müsste durch die hölle gehen - ich würde mit niemandem lieber gehen als mit dir."
"lieber in der hölle mit dir - als ohne dich im himmel..."]

noch einmal mit dir brennen
dich sterben sehen
und dir dann doch folgen
um nicht zurück zu bleiben
so weit weg von allem
so entfernt von dem
geist in unserem tun

würde, ehre, stolz und tugend
worte ohne klang
heute
damals
und immer ohne dich

lass mich zurück
lass mich die zeit umdrehen
und alle uhren zerstören -
damit ich nie mehr zurück muss.
24.09.2010
toujours
24.9.10 22:57


sinngemäß

gemäß dem falle ich wäre
nur noch heute hier
und könnte
dich nie mehr lachen sehen

gemäß dem falle ich wäre
nur noch einen atemzug vom tod entfernt
und könnte
nie mehr einen moment lang festhalten
an
dem was mich zu boden reißt

und
gemäß dem falle ich wäre
heute schon ins bodenlose gestürzt
und könnte
nie mehr einen stern in deinen augen funkeln sehen

dann
dann würde ich es nicht wollen
nicht eine sekunde bei dir
nicht den letzten hauch von kuss an deinen lippen

weil ich weiß
ich würde
nie mehr in den himmel wollen...
24.08.2010

[sterne im winter
sind so weit weg
dass ich sie nicht sehen kann
nur fühlen]
24.8.10 01:16


rote rosen...

(..."Mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will groß sein, will siegen, will froh sein, nie lügen,
mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will alles, oder nichts.

Für mich, soll's rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Die Welt sollte sich umgestalten,
und ihre Sorgen für sich behalten."...)
6.8.10 23:37


ohne alles

gehörtes nie vergessen
und gehasstes einfach lieben

gestern, heute, morgen
veträumt
verschlafen
leblos gewartet
einfach stillstand
gedankenlos
frei
blind
taub

stumm
du schreist und weinst
und heulst und kreischt
wie ein kind
wie ein mädchen
wie ein irrwisch tanzt du durch meine strasse
immer wieder
du bist so blass geworden
stumpf, hohl
dein herz schlägt nicht mehr laut
es rumpelt, stockt, bleibt stehen

verwandelt sich
in hass und wut und schmerz und leid
du bist leer
schal
wie champagner ohne kohlensäure
wie ein bild ohne farbe
wie kartoffeln ohne salz

fenstervoyeur
mit kissen unter deinen knochigen armen
lebst du andere leben
hörst andere stimmen
du bist alt geworden
in den tagen, wochen, monaten

du bist zu alt
zu alt für mich
zu alt für alles
28.07.2010
28.7.10 21:42


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